Politik und Wirtschaft - PoWi (vormals WiSo)

„Es gibt nichts Spannenderes als Wirtschaft“, so hieß ein Slogan der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“. Richtig spannend wird es aber erst, wenn man wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen nach ihren Zusammenhängen befragt.

Das hat sich das Fach Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) zur Aufgabe gemacht.

  • Warum müssen wir wirtschaften?
  • In was für einer Gesellschaft leben wir und wie wollen wir leben?
  • Wie entwickelt sich die Arbeitswelt?
  • Wird jeder zu seinem eigenen Unternehmer, wenn die staatlichen Aufgaben zunehmend zurückgeschraubt werden und die alte Unterscheidung zwischen privaten und beruflichen Entscheidungen hinfällig wird?
  • Wie wirken sich die anhaltenden globalen ökonomischen und ökologischen Veränderungen auf unser eigenes Leben aus?

Das sind Fragen, die jeden angehen. Das Fach WiSo versucht Perspektiven für mögliche fundierte Antworten darauf zu geben und will zur ökonomischen Allgemeinbildung beitragen.

 

Was lernen Sie bei uns?

 

Einführungsphase:

Hier werden anknüpfend an die Alltagserfahrungen der Studierenden grundlegende soziale und wirtschaftliche Tatbestände zum Thema. Dies sind z.B. ebenso die neuen Qualifikationsanforderungen in der Arbeitswelt mit ihren Folgen für die eigene Biographie wie technologische und organisatorische Veränderungen innerhalb von Unternehmen. Der gesellschaftliche Strukturwandel lässt sich täglich in den modernen Medien erfahren. Im Unterricht untersuchen wir diese Informationen, formulieren dazu unsere Vermutungen und überprüfen sie anhand ausgewählter Beispiele.

 

Qualifikationsphase:

Das Fach wird vierstündig unterrichtet. Das Grundwissen aus der Einführungsphase wird vertieft und systematisiert. Die Leistungen können im Abitur als Leistungs- und Grundkursfächer eingebracht warden und damit Bestandteil der Abiturprüfungsfächer sein.

Schwerpunkte sind hier z.B. marktwirtschaftliche Ordnungsvorstellungen.

  • Ist die Soziale Marktwirtschaft noch zeitgemäß? Wir untersuchen und recherchieren aktuelle Streitfragen im Hinblick auf soziale Sicherung, Möglichkeiten, Auswirkungen und Grenzen staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft. Dabei bleibt die Perspektive nicht auf Deutschland beschränkt.
  • Die Europäische Union mit ihren Akteuren und Aufgaben beschäftigt uns ebenso wie die realen sozioökonomischen Veränderungen, die mit der fortschreitenden EU-Erweiterung einhergehen.

Bis zum Abitur sind wir bei den  Prozessen der Globalisierung angelangt:

  • Welche Bedeutung und Funktion haben z.B. Welthandel, internationale Arbeitsteilung, Global Player, Internationale Finanzmärkte, WTO, Weltbank und IWF?

 

Wie lernen Sie in unserem Unterrich?

Das Fach WiSo ist Teilbereich der politischen Bildung. Probleme werden im Unterricht aus unterschiedlichen und durchaus strittigen Perspektiven betrachtet, um zu einem fundierten Urteil gelangen zu können. Die Befähigung zum Erkennen und Nachvollziehen von Interessen und Wertorientierungen bei aktuellen ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen bildet eine zentrale Kompetenz, die das Fach WiSo zum Ziel hat.

Unser Unterricht ist handlungsorientiert, d.h. wir simulieren z.B. eine Expertenrunde, in der wir argumentieren und debattieren oder führen z.B. eine Umfrage zu einem bestimmten Thema in der Schule durch. Die Studierenden sollen selbst tätig werden und an der Gestaltung des Unterrichts mitwirken.

Unser Unterricht behandelt aktuelle und zukunftsweisende Themen. Dies geschieht anhand von gemeinsam ausgewählten Beispielen und Fragstellungen. Wir nutzen unterschiedliche Medien: Zeitungen, Zeitschriften, das Internet, die Fernsehberichterstattung und Filme, um am Puls der Zeit zu bleiben und um zu lernen, wie wir die Vielzahl der Informationen sinnvoll auswerten. Hierbei bieten wir im 2. Semester der Einführungsphase eine zusätzliche Stunde zur Deutschförderung an, die auf WiSo-Themen und -Texte zugeschnitten ist.

Wir führen Exkursionen durch, die thematisch angebunden sind. Das Geldmuseum in Frankfurt bietet sich dazu ebenso an wie der Europäische Gerichtshof in Luxemburg oder das Europaparlament in Straßburg.