< Neues Angebot am Abendgymnasium Frankfurt

Impressionen von der Projektwoche im Januar 2019


 

Projekt- und Intensivtage am Abendgymnasium

 

 

kreativ sein, darstellen, beobachten, spielen,

schreiben, erfinden, Empfindungen

artikulieren, Szenarien

entwickeln, Sorgen,

Hoffnung

Ängste,

Glück

 

 

UND

 

 

neue

Lehrpläne,

Grund- und Leistungs-

kurse, Kompensationsunterricht,

erhöhtes Leistungskursniveau, Vertiefung

des Unterrichtsstoffes, Methodentraining,

Präsentationen, analytisches Denken, Abitur vorbereiten

 

 

 

Diese beiden Szenarien standen sich in der diesjährigen Projektwoche gegenüber. Während sich die Studierenden der Qualifikationsphase mit analytischen Dingen beschäftigten, standen den Studierenden der Einführungsphase drei Projektangebote offen:

 

Theaterworkshop mit dem Theaterpädagogen und Regisseur Kim Willems. Unter dem Motto "Too much future" kreierten die Teilnehmerinnen ein kleines Theaterstück und einen Film, in dem sie sich mit dem Erbe ihrer Vorfahren beschäftigten.

 

Eine kreative Schreibwerkstatt mit Elfe Fichtl, ebenfalls unter dem Motto "Unser Erbe".

 

Ein Workshop zu Bourdieus Gesellschaftsanalyse/Kapitalsorten mit Eberhard Frost, der ebenfalls unter dem Motto "UNSER ERBE - Die feinen Unterschiede" stand.

 

 

 

 

UNSER ERBE

Ein Theaterworkshop mit Kim Willems (Theatermacher, Regisseur, Performer und Autor)

 Montag - Freitag 14 - 18 Uhr

 

Zur Zeit und in den kommenden Jahren wird in Deutschland so viel vererbt und geerbt wie nie zuvor: Billionen von Euros wechseln die Besitzer, im Zeitalter des Anthropozän erben wir eine neue Umwelt und hinterlassen kommenden Generationen einen unüberschaubaren Schuldenberg. 

Menschen vererben und erben Häuser, Geld, Gedankengut, Kulturgut, historische Traumata, Atmosphären, körperliche Dispositionen oder ein Klima. Das Erbe stellt eine Beziehung und einen Regulator zwischen den Generationen, zwischen Toten und Lebendigen und zwischen unterschiedlichen Zeitschichten her. Das Vererben und Erben lässt das Subjekt als Teil einer Überlieferung erscheinen, als ein Subjekt der Verwobenheit und Übertragungen. Es geht durch die Körper hindurch und verbindet den Menschen mit einem nie gänzlich durchschaubaren Beziehungsgeflecht.

Was erben die Menschen und wie gehen sie mit dem Erbe um? Wie wollen wir als Erbende sein, wenn wir uns als solche verstehen?  In diesem Theaterworkshop werden zu Nachlassforscher*innen und sammeln kundige Meinungen von Erbschafts-Experten aller Art sowie persönliche Erbgeschichten . Wir konfrontieren die Gebenden mit den Nehmenden, lassen die Erben ihre Erblasser aneignen und andersherum und geben Raum für die Vorstellung eines intergenerationalen Menschen.

 

Die Anmeldung zu diesem Workshop setzt die verbindliche Teilnahme von Montag bis Freitag voraus.

 

 

 

 

UNSER ERBE

Eine kreative Schreibwerkstatt mit Elfe Fichtl

Dienstag - Donnerstag 17:30 20:30 Uhr

 

Kreativität, die man zum guten Schreiben braucht, ist einerseits Talent aber auch "Handwerk", das man erlernen kann.

Der Kurs ist eine Gelegenheit für alle, die Lust zum Schreiben haben, ihre Kreativität ausleben und dabei viel Spaß haben möchten.

 

 

 

UNSER ERBE

Die feinen Unterschiede

Ein Workshop zu Bourdieus Gesellschaftsanalyse/Kapitalsorten mit Eberhard Frost

Montag und Mittwoch  von 16 - 19 Uhr Eberhard Frost

 

“Haste was, biste was” gilt als allgemeiner Maßstab dafür, wie wir in der Gesellschaft angesehen sind. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu (1930 – 2002) hat diese ökonomische Sichtweise erweitert um soziale und kulturelle (inklusive Bildung) Aspekte / Kapitalarten. Damit beabsichtigt er, die Lage der Menschen in einer Gesellschaft genauer zu bestimmen.  – Wir werden einige Kapitalarten erarbeiten und prüfen, ob diese hilfreich sind – auch, um unsere Position in der Gesellschaft zu erkennen.

 

  

Frankfurt, im Februar 2019

Uta Brückner

 

Anbei die Links zu den phantastischen Kurzgeschichten:

- Der Hase im Mond

- Düstere Aussichten

- Unsterblichkeit

 

Und hier noch ein paar Bilder von der Projektpräsentation: